Hier erfahren Sie etwas über den Verlauf einer psychotischen
Entwicklung sowie über die Ziele und den Inhalt der Abklärung in der
Früherkennungs-Sprechstunde (FES).
Es ist bekannt, dass einer ersten akuten psychotischen Episode eine
Vorphase, die sogenannte Prodromalphase,
die bis zu fünf Jahre dauern
kann, vorausgeht.All die oben erwähnten Symptome können Anzeichen für eine Prodromalphase sein. Dieser Begriff beschreibt erst retrospektiv, also nach Ausbruch einer Psychose, die Vorphase der Erkrankung.
Da zum Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht klar ist, ob sich tatsächlich eine Psychose entwickelt, wird in der Literatur von einem erhöhten Psychoserisiko (auch „ultra high risk“ (UHR) oder „at risk mental state“ (ARMS)) gesprochen.
Ein Ziel der FES ist es herauszufinden, ob der Patient ein erhöhtes Psychoserisiko hat. Dazu ist es notwendig spezialisierte, klinische Untersuchungen durchzuführen.
Ein weiteres Ziel ist es, die Dauer der unbehandelten Psychose (DUP) (<1 Jahr) zu verkürzen, da sie die Erkrankung negativ zu beeinflussen scheint.
Früh-Erkennen:
- Eine psychiatrisch-klinische Untersuchung (inkl. Anamnese, Befunderhebung).
- Eine klinische Untersuchung mittels spezialisierten Instrumenten (SPI-A, SIPS) zur Erkennung eines Psychoserisikos.
- Eine neuropsychologische Diagnostik.
- Eine somatische Abklärung (z.B. Labor, EEG, MRT) in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Winterthur und mit den Hausärzten.
- Ein Abschlussbericht mit einer diagnostischen Einschätzung, auch
im
Sinne einer „Second Opinion“, und einer Therapieempfehlung.
- Persönliche Beratung der Betroffenen und der Angehörigen (Psychoedukation)
- Persönliche Beratung für den Zuweiser
- Empfehlungen hinsichtlich medikamentös-psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlungsmöglichkeiten
- Durchführung der Behandlungen
- Assessment von Alltagsbewältigung, sozialem Umfeld, Arbeits- und
Wohnsituation.
Anmeldung
unter Telefon: 052 267 68 55